Die MotoGP-WM wird doch nicht zu einem Alleingang von Valentino Rossi. Im strömenden Regen von Jerez musste der Italiener sich mit dem vierten Platz begnügen. Damit riss für den Yamaha-Pilot auch die eindrucksvolle Serie von 23 Podiumsplätzen in Folge ab.
Den
Sieg trug Lokalmatador Sete Gibernau vor Max Biaggi davon. Beide hatten sich bis
zur letzten Runde einen tollen Fight geliefert. Nach zwei Rennen ist es an der
Spitze des Gesamtstands besonders spannend, wo Gibernau die Führung von Rossi
übernahm. Alex Hofmann krönte seine gute Leistung im Mittelfeld mit dem 13.
Platz, seinem ersten Punkterang als Fixstarter in der MotoGP.
Den besten Start auf regennasser Strecke hatte Lokalmatador Sete Gibernau erwischt, der die 140.000 Zuschauer auf den Rängen gleich in Ekstase versetzte. Hinter dem Honda-Pilot folgten die beiden Yamahas mit Rossi und Checa. Doch der Welkom-Sieger fiel schnell einige Plätze zurück. Sowohl Biaggi als auch Checa und sogar Melandri gingen an Rossi vorbei.
Vorne an der Spitze machten sich Gibernau und Biaggi auf und davon. Eingangs der vierten Runde betrug ihr Vorsprung auf Melandri 1,8 Sekunden. Ducati-Werkspilot Troy Bayliss sowie Shane Byrne (Aprilia Racing), Ruben Xaus (Ducati D'Antin MotoGP) und Biaggi-Teamkollege Tamada wurden unterdessen schon früh Opfer der nassen Streckenverhältnissen.
Rossi schien sich früh damit abzufinden, dass diese schwierigen Verhältnisse für ihn noch etwas früh kamen. Der Gauloises-Pilot schob in den ersten Runden seine Yamaha-M1 auf Platz fünf mehr vor sich hin als er sie fuhr. Nach acht Runden hatte Rossi 7,6 sec auf die Spitze eingebüßt, hielt aber Anschluss an das Hinterrad von Teamkollege Checa, den er wenig später überholte. In Runde elf vermied der Italiener knapp einen Highsider und blieb mit dem Glück des Tüchtigen auf dem Motorrad sitzen. Alex Barros nutzte die Gunst der Stunde und ging bei strömenden Regen an den Yamaha-Piloten vorbei.
An der Spitze klebten Gibernau und Biaggi Vorderrad an Hinterrad. In Runde 16 ging der Römer nach einem kleinen Fehler seines Gegners erstmals in Führung. Doch auch dem Camel-Pilot unterlief ein Bremsfehler, so dass der Spanier wieder vorbei ging. Pech hatte Fortuna-Yamaha-Fahrer Marco Melandri, der bis zur 19. Runde ein tolles Rennen auf Platz drei fuhr, ehe auch ihn ein Sturz aus dem Rennen warf.
Fünf Runden vor der Zieleinfahrt schien sich an der Spitze
eine kleine Vorentscheidung anzubahnen. Biaggi konnte das Tempo von Gibernau
nicht mehr mitgehen, doch der Italiener behielt dennoch zunächst Sichtkontakt
zum Führenden. War es dann schon im Kampf um den Sieg? Ja, denn Biaggi legte
nicht mehr nach und Gibernau machte keinen Fehler mehr. Für den Spanier war es
der sechste GP-Sieg, der gleichzeitig die Gesamtführung in der WM bedeutete.
|
1. |
Sete Gibernau (SPA) Honda Max Biaggi (ITA) Honda Alex Barros (BRA) Honda Valentino Rossi (ITA) Yamaha Nicky Hayden (USA) Honda Carlos Checa (SPA) Yamaha Colin Edwards (USA) Honda Kenny Roberts (USA) Suzuki Shinya Nakano (JPN) Kawasaki Michel Fabrizio (ITA) Harris WCM Norifumi Abe (JPN) Yamaha Loris Capirossi (ITA) Ducati Alex Hofmann (GER) Kawasaki Nobuatsu Aoki (JPN) Proton KR John Hopkins (USA) Suzuki |
52.01,293 + 05,452 + 52,570 + 58,556 + 59,653 + 1.07,901 + 1.19,539 + 1.45,057 + 1 R + 1 R + 1 R + 1 R + 1 R + 1 R + 2 R |
(Quelle: MotoGrandPrix.de)