Sete Gibernau gewinnt Katar-GP - Valentino Rossi ohne Punkte

 

Drei Rennen vor Saisonende ist die MotoGP-WM wieder offen. Dank des Siegs von Sete Gibernau und dem gleichzeitigen Ausfall von WM-Spitzenreiter Valentino Rossi hat der Honda-Fahrer den Rückstand auf den Italiener auf 14 Punkte verkürzt.

 

Das Rennen im Wüstenstaat Katar hielt einige ganz große Überraschungen bereit. Schon vor dem Start hatte die Rennkommission für seltsame Strafen gesorgt. Sowohl Rossi als auch Max Biaggi wurden wegen Vergehen ihrer Crewmitglieder auf die letzten Plätze im Starterfeld verbannt. Der Grund: Mechaniker beider Fahrer hatten nach dem Abschlusstraining auf den jeweiligen Startplätzen von Rossi bzw. Biaggi durch Burn-outs unerlaubterweise Gummiabrieb aufgetragen. Die Erklärung der Rossi-Crew war ebenso seltsam. Man habe lediglich den Startplatz Rossis … markieren wollen.

 

Wie dem auch sei, Rossi legte auf dem neuen 5,380 Kilometer langen Losail-Kurs einen unglaublichen Start hin und stach als Neunter in die erste Kurve hinein. Nach vier Runden bog der Gauloises-Yamaha-Pilot schon als Vierter auf die Ziellinie ein. Doch dann ereilte Rossi doch noch das Pech. In der sechsten Runde geriet der 25-jährige Italiener auf der Jagd nach dem Spitzentrio nach einer Kurve außerhalb der Streckenbefestigung und produzierte einen Highsider. Danach war das Rennen für ihn beendet.

 

An der Spitze hatte sich folgendes Bild ergeben: Gibernau hatte in der zweiten Runde die Führung von Polemann Carlos Checa übernommen. Dank eines Zwischenspurts fuhr der 31-jährige Spanier einen Drei-Sekunden-Vorsprung heraus, der sich noch als entscheidend erweisen sollte. Teamkollege Edwards kam nämlich im Verlauf des Rennens immer näher. In den letzten beiden Runden trennten den 30-jährigen US-Amerikaner nur noch 1,5 Sekunden von seinem Vordermann. Gibernau aber blieb ohne Fehler und fuhr den Sieg souverän nach Hause.

 

Ungewöhnlich viele Fahrer kamen auf der neuen Strecke nicht ins Ziel. Die Hitze und der fehlende Grip sorgten für eine hohe Ausfallquote. Shinya Nakano musste seine Kawasaki schon früh mit Motorproblemen abstellen. Auch Checa rollte kurz vor dem Ende auf Platz drei liegend mit Motorschaden aus. Loris Capirossi, Troy Bayliss und Neil Hodgson sahen die Zielflagge ebenfalls nicht. Neben Rossi schieden auch Marco Melandri und Jeremy McWilliams durch Stürze aus.

 

Am Ende sahen nur 13 Fahrer die Zielflagge. Kawasaki-Werksfahrer Alex Hofmann profitierte von den vielen Ausfällen und schaffte auf Rang neun sogar sein bisher bestes MotoGP-Ergebnis. Im Gesamtstand machte der Wahl-Schweizer einen Sprung auf den 14. Platz.

 

Ducati-D´Antin-Pilot Ruben Xaus fuhr unterdessen das Rennen seines Lebens und wurde erstmals in seiner kurzen MotoGP-Laufbahn Dritter. Ein Lichtblick für die von akuten Geldsorgen geplagte D´Antin-Truppe.

 

 

Renn-Ergebniss:

 

 

1.
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6.
7.
8.
9.
10.

11.

12.

13.

Sete Gibernau (SPA) Honda
Colin Edwards (USA) Honda
Ruben Xaus (SPA) Ducati
Alex Barros (BRA) Honda
Nicky Hayden (USA) Honda
Max Biaggi (ITA) Honda
Norifumi Abe (JPN) Yamaha
John Hopkins (USA) Suzuki
Alex Hofmann (GER) Kawasaki
Makoto Tamada (JPN) Honda
Yuko Kagayama (JPN) Suzuki

James Hayden (GBR) Proton

James Ellison (GBR) Harris WCM

44.01,741
+ 01,315
+ 23,844
+ 25,458
+ 31,417
+ 39,209
+ 53,373
+ 58,006
+ 1.04,320
+ 1.18,518
+ 1.49,438
+ 1.52,158
+ 1.53,900

(Quelle: MotoGrandPrix.de)

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