Yamahas Investition in Rossi machte sich bereits bezahlt

 

Sprachlose Gesichter bei den Konkurrenten, staunende Strahlemänner bei Yamaha. Valentino Rossi gewann auf seinem neuen Motorrad den großen Preis von Südafrika, dem Auftaktrennen zur Motorrad-WM. In einem sensationellen Duell mit Max Biaggi (Camel Honda Team) verwies Rossi seinen Landsmann auf den zweiten Platz. Telefonica-Honda-Fahrer Sete Gibernau fuhr sieben Sekunden später auf den dritten Rang. Alex Hofmann (Kawasaki Racing Team) hatte kein Glück. Der 24-jährige Allgäuer stürzte im Schlussdrittel, verletzte sich aber nicht.

 

Bestzeit für Rossi im Training und Platz eins für das Ausnahmetalent aus Italiener nach der ersten Kurve. Gibernau und Biaggi folgten auf der 4,242 km langen Strecke von Welkom dahinter, und diese drei Fahrer machten sich sofort auf die Flucht. Wie die Herren sich von Beginn an beharkten, war einfach unglaublich.

 

In der siebten Runde übernahm Biaggi die Führung, während Kenny Roberts (Team Suzuki MotoGP) mit technischen Problemen gleichzeitig ausfiel. Mitte des Rennens waren auch die beiden D´Antin-Ducati-Debütanten Neil Hodgson und Ruben Xaus draußen. Hofmann war nach seinen Problemen am Start unterdessen im hinteren Feld allein auf weiter Flur. Dann Enttäuschung pur für den deutschen Hoffnungsträger: 11 Runden vor dem Ende war das Rennen für den 25-jährigen Kawasaki-Piloten nach einem Sturz vorzeitig beendet.

 

An der Spitze war aus dem Trio ein Duo geworden. Gibernau konnte das Tempo von Rossi und Biaggi nicht mitgehen. Die Frage war: Welcher der beiden verfeindeten Konkurrenten hatte die besten Nerven, die beste Ausdauer und die besten Reifen? Der Römer war sehr angrifflustig, blieb dem Gauloises-Yamaha-Pilot dicht auf den Fersen. Auf der Geraden schien die gelbe Camel-Honda einen Tick schneller zu gehen.

 

10 Runden vor dem Ziel das gleiche Bild: Rossi führte vor Biaggi, Gibernau lag drei Sekunden dahinter. Die beiden Repsol-Honda-Piloten Barros und Hayden hatten auf den Plätzen vier und fünf längst keine Chance mehr. Ein tolles Rennen fuhr Shinya Nakano (Kawasaki Racing Team) auf Platz sieben, büßte später aber einige Plätze ein und landete auf Platz 12.

 

Sechs Runden vor dem Ende ging Biaggi an den „Doktor“ vorbei. Doch Rossis Konter folgte drei Runden später auf dem Fuß. Das war Motorradsport von der allerbesten Sorte. Dann die letzte Runde: Biaggi hatte den Kontakt etwas verloren, und diese fünf Meter reichten Rossi zum Premierensieg mit der Yamaha. Der Italiener konnte es nicht fassen und schüttelte mit dem Kopf: Auch mit der unterlegenen Yamaha war er der King of Slide, der beste Fahrer der Welt.
 

 Bilder vom Grand Prix

 

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Valentino Rossi (ITA) Yamaha
Max Biaggi (ITA) Honda
Sete Gibernau (SPA) Honda
Alex Barros (BRA) Honda
Nicky Hayden (USA) Honda
Loris Capirossi (ITA) Ducati
Colin Edwards (USA) Honda
Makoto Tamada (JPN) Honda
Norifumi Abe (JPN) Yamaha
Carlos Checa (SPA) Yamaha
Marco Melandri (ITA) Yamaha
Shinya Nakano (JPN) Kawasaki
John Hopkins (USA) Suzuki
Troy Bayliss (AUS) Ducati
Shane Byrne (GBR) Aprilia
Jeremy McWilliams (GBR) Aprilia
Nobuatsu Aoki (JPN) Proton KR
Michel Fabrizio (ITA) Harris WCM
Alex Hofmann (GER) Kawasaki

 

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+ 7,543
+ 18,543
+ 24,687
+ 28,876
+ 36,439

 

(Quelle: MotoGrandPrix.de)

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